8 indische Restaurants in der Schweiz: Von Zürich bis St. Gallen
Der Duft von Kreuzkümmel und warmem Naan zieht durch die Tür, bevor man den Tisch überhaupt gesehen hat. Irgendwo zischt ein Tandoor, und am Nebentisch wird eine Platte mit fünf kleinen Schälchen geteilt, jede eine andere Farbe, jede ein anderes Versprechen.
Indische Restaurants in der Schweiz haben in den letzten Jahren einen ruhigen Aufschwung erlebt, weit über die klassische Currybude hinaus. Wir stellen acht Adressen vor, zwei pro Stadt, von Zürich bis St. Gallen.
Alle Angaben wurden im September 2026 recherchiert. Öffnungszeiten und Tageskarten ändern sich schnell, ein Blick auf die jeweilige Betriebsseite vor dem Besuch lohnt sich.
Zürich: vom Kreis 12 bis zur Langstrasse
Zürich hat die grösste Auswahl im Land, entsprechend gross ist das Gefälle zwischen Take-away-Curry und Küche mit eigenem Charakter.
Garhwal
Das Garhwal eröffnete unweit des Schwamendingerplatzes im Kreis 12 und wurde von GaultMillau als eines der besten indischen Restaurants der Stadt hervorgehoben. Im Zentrum steht der Tandoor-Ofen: Naan in mehreren Varianten kommt direkt heiss aus rund 300 Grad an den Tisch.
Die Karte ist breit angelegt, von Auberginen-Currys bis Chicken Tikka, und richtet sich sowohl an Gäste, die zum ersten Mal indisch essen, als auch an jene, die Gewürztiefe suchen.
Winterthurerstrasse, Zürich Kreis 12
Tamarind Garden
Wer erst spät am Abend Hunger bekommt, findet hier laut mehreren Restaurantführern noch einen Tisch, auch um 22 Uhr. Mittags wechselt ein Lunch-Buffet regelmässig die Auswahl, praktisch für alle, die verschiedene Gerichte probieren wollen, ohne gleich ein ganzes Menü zu bestellen.
Diese Angabe stammt aus einer einzelnen Quelle und ist vor einem Besuch am besten direkt beim Betrieb zu bestätigen.
Zürich
Bern: zwischen Kornhaus und Breitenrain
In Bern ist die Szene kleiner, aber die Bewertungen der etablierten Häuser gehören zu den höchsten im Land.
Swaad
Swaad erreicht auf TheFork.ch eine Gesamtwertung von 9.4, eine der höchsten unter Berns indischen Restaurants. Das Haus positioniert sich klar auf authentische Küche und persönliche Gastfreundschaft statt auf ein breites Buffet-Angebot.
Bern
Maharaja Palace
Das Maharaja Palace besteht seit dem Jahr 2000 und setzt auf traditionelle, authentische indische Küche. Von Montag bis Freitag gibt es laut eigener Angabe ein Mittagsbuffet zum Festpreis, von 11:30 bis 14 Uhr.
Auch dieses Detail stammt aus nur einer Quelle und sollte vor einem Besuch verifiziert werden, Buffetzeiten ändern sich erfahrungsgemäss am ehesten.
Bern
Luzern: Tandoori am Löwenplatz
Luzern überrascht mit einer für seine Grösse dichten Szene, zwei Häuser stechen bei den Bewertungen heraus.
Kanchi
Kanchi liegt an der Zürichstrasse beim Löwenplatz, mitten in der Innenstadt, und kocht sowohl nord- als auch südindische Gerichte. Im traditionellen Tandoori-Lehmofen entstehen Tandoori-Hähnchen, Kebabs, Tikkas und Naan-Brote.
Zürichstrasse, Löwenplatz, Luzern
GourmIndia
GourmIndia erreicht auf TheFork.ch eine Wertung von 9.2 und präsentiert sich als stilvolles Restaurant mit Gerichten aus verschiedenen Regionen Indiens, dazu eine Auswahl an indischen Weinen, ein Detail, das man in der Schweiz selten auf einer Karte findet.
Luzern
St. Gallen: Tandoor-Handwerk in der Altstadt
Auch St. Gallen hat inzwischen mehr als ein indisches Restaurant zu bieten, zwei Adressen mit unterschiedlichem Charakter.
Restaurant Holi
Das Holi liegt in der Metzgergasse in der Altstadt und serviert seit 2014 authentische indische Küche. Die Lage mitten im historischen Zentrum macht es zu einer naheliegenden Adresse nach einem Stadtbummel.
Metzgergasse, St. Gallen
Radio Mumbai
Radio Mumbai am Marktplatz setzt bewusst auf Handwerk: Die Betreiber liessen einen Tandoor-Ofen eigens aus England importieren, um dem Brot und dem Fleisch die charakteristische Röstnote zu geben.
Marktplatz, St. Gallen
Indische Restaurants in der Schweiz auf einen Blick
Wer indische Restaurants in der Schweiz vergleichen will, findet hier alle acht mit ihrer Besonderheit.
Lokal | Stadt | Was es besonders macht |
|---|---|---|
Garhwal | Zürich | Tandoor-Naan, von GaultMillau hervorgehoben |
Tamarind Garden | Zürich | Lunch-Buffet, spät reservierbar |
Swaad | Bern | TheFork-Wertung 9.4 |
Maharaja Palace | Bern | Seit 2000, Mittagsbuffet Mo bis Fr |
Kanchi | Luzern | Nord- und südindische Küche, Tandoori-Lehmofen |
GourmIndia | Luzern | TheFork-Wertung 9.2, indische Weine |
Restaurant Holi | St. Gallen | Altstadtlage, seit 2014 |
Radio Mumbai | St. Gallen | Tandoor-Ofen aus England importiert |
Wer nach dem Essen noch weiterplant: Unsere Übersicht mit den besten Restaurants in Zürich und der Guide zu speziellen Restaurants in der Schweiz zeigen, wohin die Reise als Nächstes gehen kann.
Häufige Fragen zu indischen Restaurants in der Schweiz
Welche Stadt hat die grösste Auswahl an indischen Restaurants?
Zürich hat mit Abstand die grösste Dichte, gefolgt von Bern, Luzern und St. Gallen. Kleinere Städte haben oft nur ein bis zwei etablierte Häuser, dafür fallen die Bewertungen dort häufig sehr hoch aus.
Woran erkennt man ein gutes indisches Restaurant?
Ein eigener Tandoor-Ofen ist ein gutes Zeichen, ebenso eine Karte, die über die üblichen drei oder vier Currys hinausgeht und Regionen wie Nord- oder Südindien unterscheidet. Mittagsbuffets mit häufig wechselnder Auswahl sprechen ebenfalls für Frische statt Vorrat.
Sind Mittagsbuffets bei indischen Restaurants in der Schweiz üblich?
In mehreren der acht vorgestellten Häuser gibt es ein Mittagsbuffet, meist unter der Woche und zeitlich begrenzt. Die genauen Zeiten und Preise wechseln, ein Blick auf die Betriebsseite vor dem Besuch lohnt sich.
Was unterscheidet nordindische von südindischer Küche?
Nordindische Küche arbeitet stärker mit dem Tandoor-Ofen, Brotsorten wie Naan und cremigen Currys. Südindische Küche setzt mehr auf Reis, Linsen, Kokos und schärfere, oft vegetarische Gerichte. Kanchi in Luzern führt bewusst beide Richtungen.
Muss man in indischen Restaurants in der Schweiz reservieren?
Bei den beliebteren Adressen an Wochenenden und am Abend ist eine Reservation empfehlenswert, besonders bei kleineren Häusern mit wenigen Plätzen. Manche Restaurants nehmen laut eigener Auskunft auch spät am Abend noch Reservationen an.



